Das Spiel
Mah-Jongg, auch Mahjongg, Mah-Jong oder Mahjong, im chinesischen unter 麻 將/麻 将, Pinyin Májiàng oder auch 麻 雀/麻 雀, Pinyin Má què bekannt, wird häufig übersetzt mit "Hanfsperlingsspiel" und ist ein altes chinesisches Spiel.
Es wird von vier Personen mit Spielziegeln aus Bambus mit Bein, Kunststoff oder Holz an einem vorzugsweise quadratischen Tisch gespielt.
In der westlichen Welt wurde Mah-Jongg durch den US-Amerikaner Joseph Park Babcock (1893-1949), einem Representanten der Standard Oil Company in Suzhou, bekannt, der es von seinen Chinareisen in den 1920er Jahren mitbrachte.
Er verfasste das Regelbuch "Red Book" und ließ sich den Namen "Mah-Jongg" als Marke schützen. Dennoch wurde das Spiel vielfach nachgeahmt, womit die unterschiedlichen Schreibweisen zu erklären sind. In den USA wurden die ersten Mah-Jongg-Spiele ab 1920 von Abercrombie & Fitch verkauft.
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Variationen
Die heute verwendeten Regeln des Mah-Jong variieren je nach Region und Tradition. Es existieren einige etablierte Regelsysteme, z.B.
- Traditionelle Chinesische Regeln. Auf ihnen basiert Babcocks "Red Book".
- MCR - Mahjong Competition Rules auch bekannt als "Green Book". Es sind offizielle Internationale Regeln der staatlichen chinesischen Sportkommission, nach welchen bei internationalen Meisterschaften gespielt wird.
- Riichi - Japanische Regeln
- Darüber hinaus existiert eine beinahe unübersehbare Zahl an „Hausregeln“.
Diese Regelvielfalt bietet für Jeden, egal ob Einsteiger, Freizeit- oder Wettkampfspieler die Möglichkeit, sich der Faszination von Mah-Jongg hinzugeben.
Wir in Mainz spielen z.Zt. nach den Grundregeln, die den Variationen größtenteils gemein ist.

Das Grundprinzip
Das vorerst einfache Ziel ist es ein komplettes Schlussbild zu erstellen.
Eine reguläre Schlusshand („Mah-Jongg-Hand”) besteht aus vier Gruppen und einem Paar.

Ähnlich wie bei Rommé oder Rummykub können Folgen oder Sätze (Gruppe) gesammelt werden. Diese sind jedoch begrenzt auf 3 Ziegel pro Gruppe und es dürfen im Prinzip keine Ziegel angelegt werden.
Eine Ausnahme ist der Kan, der Vierling. Ein Pong (Drilling) darf erweitert werden. Dafür muß jedoch ein Ersatzziegel gezogen werden.

Beispiele "Mah-Jongg". Immer vier Gruppen und ein Paar.
Wertung
Nachdem ein Wind (Spielerin und Spieler) ein komplettes Schlußbild mit "Mah-Jongg" ausgerufen hat, wird ausgezählt.
Dieses Auszählen verschiedener Kombinationen macht Mah-Jongg nun interessant. Jede Kombination aus bestimmten Ziegeln ergibt mehr oder weniger Punkte die addiert werden und sogar die Schlußbilder duplizieren können.
Fazit
Das zunächst einfache Grundprinzip - das Sammeln und Kombinieren von Ziegeln - und die Wertung von vielfältigen Kombinationen macht das Spiel abwechslungsreich. Natürlich auch die exotische Form und Beschriftung der Spielsteine, der Ziegel.
Die meisten Spielregeln, die den Spielsets beiliegen ähneln sich und können gerne als Einstieg verwendet werden.
Verwirrend am Mah-Jongg ist es, einen gemeinsamen Konsens der Regeln zu finden. Aber das ist auch in ganz vielen anderen Spielen so.
Zu guter Letzt
Durch die World Mahjong Organization (WMO) wurden Regeln festgelegt, die den oben erwähnten Konsens bieten.
Ebenso die European Mahjong Association (EMA). Dort wurden beispielsweise auch gemeinsame Regeln erarbeitet für die japanische Variante Riichi Mah Jong. Ich hoffe, sie haben es mit den Japanern abgesprochen. ;-)
In Deutschland ist die Deutsche Mah-Jongg Liga e.V. (DMJL) ein guter Anlaufpunkt mit vielen Informationen.